Prellball

Mittwochs : :  19.oo – 20.oo Uhr Gymnastik
:  20.oo – 22.oo Uhr Prellball
Turnhalle :  Haselrain
Abteilungsleiter :  Dieter Solbach
Stellvertreter :  Jürgen Wetekam
Sportleiter :  Arno Zimmermann
Wirbels.-Gym. :  Lydia „Physiotherapeutin
Stellvertreter :  Gerhard Windhövel

Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber, Zielstrebigkeit und Mut zum Wandel führten 1961 den Sportkameraden Fritz Beckmann und Gleichgesinnte dazu, im Verein für eine Prellballabteilung zu werben. Es sollte Jahre dauern bis aus anfänglichem Kampf um Hallenzeiten aus Training und Unterhaltung richtiger Sport wurde.

Das Glück, endlich eine feste Halle, nämlich die TH Haselrain, zu bekommen, bildete eine stabile Basis für zielstrebiges Training, Teilnahme an Meisterschaften und Turnieren, ja sogar zum Veranstalten von Großturnieren im Prellballsport in den 3-fach-Turnhallen in Wuppertal.

In der Hochzeit des Prellball in Wuppertal hatten 12 Vereine eine oder mehrere Mannschaften gemeldet und der OTB mischte hier kräftig mit. Heute wird Prellball neben uns nur noch in 2 weiteren Wuppertaler Vereinen angeboten. 2003 haben wir uns zuletzt in der Turnhalle Unterdörnen wieder einmal als Veranstalter eines gut besuchten Turniers beweisen können.
Für die, die bei Prellball noch an Turnvater Jahn denken, sei gesagt, dass Prellball durchaus an das heute moderne Volleyball erinnert. Es wird oft akrobatischer Einsatz erfordert beim Hechten, Springen, Laufen und Prellen. Auch spielt die Taktik eine große Rolle.

Aber hier für die, die es noch nicht kennen:

Prellball ist ein Mannschaftssport. Auf einem Spielfeld von 16×8 m, das in der Mitte durch eine Linie und eine in 40 cm Höhe gespannte Leine in 2 Hälften getrennt wird, spielen 2 Mannschaften mit jeweils 4 Spielern (im Training auch mehr) gegeneinander. Jede Mannschaft hat das Ziel, den Ball mit der Faust oder dem Unterarm so über die Leine in das gegnerische Feld zu prellen, dass dem Gegner der Rückschlag erschwert wenn nicht gar unmöglich gemacht wird.”
Dass der Sport Spaß macht, dass durch das Alter nicht unbedingt Grenzen gesetzt sind, das beweisen Sportkameraden, die nun schon seit 30 Jahren und mehr bei uns sind.

Die Beharrlichkeit eines Friedhelm Pepke beim Kampf um den Hallenplatz, und neue Ideen haben in den schwierigsten Jahren den Bestand der Abteilung gesichert. Die Angliederung der Rückenfunktionsgymnastik als zweites Standbein war die Folge. Waren die “Jahre der Gründung” schwierig, waren die sportlichen Erfolge der Lohn harter Arbeit, so hat sich daraus ein derart positives Klima in dieser Abteilung entwickelt, dass zum festen Bestandteil der Aktivitäten seit Jahren ein Tanzabend, Radwandertouren, Skat-und Kegelabend, eine Sommer-bzw. Herbsttour und das Jahresabschlußessen gehören. Neue Mitglieder gehören schon nach wenigen Trainingsabenden zur “Familie”.

Von den etwa 33 Mitgliedern der Prellball-Gymnastikbteilung kann man 18 zu denen zählen, die in wechselnder Zahl regelmäßig am Prellballspiel teilnehmen. Auch Kameraden, die eigentlich wegen der Rückenprobleme zu uns kamen, prellen inzwischen.

Das Schöne ist die Möglichkeit, an beiden Aktivitäten der Abteilung teilnehmen zu können, jeder Anfänger wird ohne Druck an das jeweilige Thema herangeführt.

Der Name gibt schon einen Hinweis. Die Rückenfunktionsgymnastik, so haben wir das, was wir jeden Mittwoch von 19 bis 20 Uhr in der Turnhalle Haselrain treiben, definiert, ist eine zusätzliche Aktivität der damaligen Prellballabteilung und entstand im Jahre 1993.

Rückschauend gab es damals verschiedene Gründe, die zu dieser Gymnastikaktivität führten. Zum einen machten sich bei den älteren Prellballern zunehmend altersbedingte Zipperlein bemerkbar, die da und dort zu Reha-Maßnahmen führten. Zum Anderen mussten wir eine bessere Belegung der von uns erkämpften Hallenzeiten nachweisen.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich diese neue Aktivität, die wir ja wegen ihrer gezielten Ausrichtung als Rückenfunktionsgymnastik definierten, zu einem festen und dauerhaften Angebot des OTB etablierte.

Von den durchschnittlich 33 Mitgliedern der Prellball-Gymnastikabteilung nehmen inzwischen von 21 Interessenten durchschnittlich 15 regelmäßig an der Rückenfunktionsgymnastik teil. Die Größe der Halle und deren begrenzte Ausstattung mit Matten und Sportgeräten sowie eine qualifizierte Zuwendung auf den einzelnen Teilnehmer setzen Grenzen in der Aufnahmefähigkeit unserer Gruppe. Aber es wurde noch nie jemand abgewiesen!

Der augenblickliche Altersdurchschnitt liegt trotz zweier Jahrgänge 1955 und 1956 bei 63 Jahren.

Von den 11 Jahren des Bestehens ist Lydia Zapert, eine ausgebildete Physiotherapeutin, die tagsüber in einer bekannten Wuppertaler Klinik tätig ist, seit gut 8 Jahren unsere Übungsleiterin. Es gibt wohl niemand unter uns, der ihr nicht das beste Zeugnis ausstellen würde für ihre Arbeit mit uns und an uns.

Neue Teilnehmer werden vorsichtig an das Niveau der “Profis” herangeführt, andere z.B. nach Operationen oder Sportverletzungen finden Berücksichtigung und es erfolgen fachliche Ratschläge zum Verhalten und für individuelle Übungen. Neben Aufwärmübungen, Übungen am Boden, Übungen mit Kasten, Ball, Gewichten und anderen Geräten kommt das Lachen nicht zu kurz.

Seit Anfang Dezember 2004 hat unsere Veranstaltung das Qualitätssiegel “Sport pro Gesundheit” des DSB (Deutscher Sportbund) und unsere Übungsleiterin die Bestätigung als “zertifizierter Übungsleiter”.

Wer das “Nachrichtenblatt” des OTB in die Hände bekommt, wird immer etwas von und über uns lesen, da wir außerhalb der Gymnastik noch so einiges unternehmen.

Jörg Lambach